Ich will nicht wissen wer ich bin

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Ich will nicht wissen, wer ich bin - Heiner Müller

Ein Film von Christoph Rüter
Co-Autor Thomas Irmer

Format: Dolby, PAL 
Sprache: Deutsch, Französisch 
Region: Alle Regionen 
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Produktionsjahr: 2009 
Laufzeit: 60 Minuten 
ZDFtheaterkanal/3sat /Arte 



Über den Film

Am 9. Januar 2009 wäre Heiner Müller, geb. in Eppendorf, Sachsen, achtzig Jahre geworden. Vierzehn Jahre nach Heiner Müllers Tod ist es an der Zeit, diese ›Sphinx‹ aus dem Osten mit ihrem Diktum vom Verlust der Utopien zu befragen, ob seine Texte, wie er selber sagte, Flaschenpost für die Zukunft sind. Für eine Zukunft, die heute schon Gegenwart ist?

Mit der »Hamletmaschine« hat er einen Jahrhunderttext zwischen Kapitalismus und Kommunismus geschrieben. Was könnte diese »Hamletmaschine« heute sein? Und wie ist dieser berühmte Text eigentlich entstanden? Ist er eine Flaschenpost aus dem Kalten Krieg in den so genannten globalen Kapitalismus?
Entscheidend ist die Spannung zwischen Müllers Desinteresse an sich selbst und dem nach seinem Tod sogar noch gestiegenen Interesse an seinen Texten. Ist er als Dichter Medium seines Jahrhunderts - und darüber hinaus?

Der Film ist kein Müller-Portrait, sondern im weitesten Sinne eine dokumentarische Recherche mit seinen Texten, in denen auch immer ein Stück seiner Lebensproblematik zu entdecken ist und die in Differenz steht zu seinem Diktum: »Ich will nicht wissen, wer ich bin.« Selbst seine Biografie »Krieg ohne Schlacht« leitet er voller Zweifel mit den eigenen Versen ein: »Soll ich von mir reden Ich wer Von wem ist die Rede wenn Von mir die Rede geht Ich wer ist das«

»Christoph Rüter, schon geübt im Umgang mit Theaterleuten durch Portraits von Klaus Michael Grüber, Klaus Kinski, Angela Winkler und Ulrich Mühe, hat hier, in Gemeinschaft mit Thomas Irmer, zweifellos ein Meisterstück abgeliefert. Der phänomenale Heiner Müller, so vertraut, so fremd, ›das Gesicht nackt, die Dichtung das Visier‹. Sprecher war Martin Wuttke, Müllers Arturo Ui. Erstklassig.«
Renate Stinn, epd-Medien, 2009